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Verjüngung und Jugendwachstum von natürlichen angesamten Stieleichen (Quercus robur) auf Xerothermstandorten am südlichen Oberrhein

Zusammenfassung

Bis vor kurzem hielt man die Stieleiche (Quercus robur) für eine Baumart von wechselfeucht/wechselnassen (Alno-Ulmion, Carpinion) sowie trockenwarm-subkontinentalen (Quecetalia roboris-petraeae) Standorten und Waldgesellschaften. In den letzten Jahrzehnten wird die Rolle der Stieleiche (Quercus robur) als Bestandteil der potenziellen natürlichen Vegetation kontrovers diskutiert, d.h. die Bedeutung von Eichen in der potentiellen natürlichen Vegetation vieler Standorte wird in Frage gestellt. Die historische Förderung der Eichen durch den Menschen, das Auftreten des Eichen-Mehltaues (Microsphaera alphitoides) vor etwa 100 Jahren, der starke Wildverbiß sowie waldbauliche Maßnahmen haben die natürliche standörtliche Einnischung der Eiche bis zur Unkenntlichkeit überlagert. Heute gibt es nur relativ wenige Standorte, an denen sich die Stieleiche trotz der oben genannten Faktoren ohne Zutun und Hilfe des Menschen ansamt und erfolgreich etabliert. Dies sind in der Regel nicht etwa geschlossene Waldbestände, sondern die saum- und mantelartigen Randbereiche von Wäldern sowie Hecken in der Agrarlandschaft. Dies würde bedeuten, dass die Stieleiche zumindest unter den heutigen Bedingungen als eine lichtliebende Baumart mit sehr ausgeprägten Pioniereigenschaften einzustufen ist. Das Projekt analysiert den Erfolg der Ansamung und Naturverjüngung der Stieleiche auf ihrem „trockenen standörtlichen Flügel“, auf relativ naturnahen Xerothermstandorten und ihren Pflanzengesellschaften der „Trockenaue“ am südlichen Oberrhein.
Das Ziel ist Aussagen über die Einnischung der Stieleiche unter aktuellen Umweltbedingungen zu erhalten. Hierzu werden im Gebiet zwischen Bremgarten und Steinenstadt die dort vorkommenden Naturverjüngungen („aus Hähersaat“) von Stieleichen quantifizierend untersucht. Die dort vorkommenden Eichenindividuen aller Größen-(Alters-)Klassen werden morphologisch beschrieben; die aktuelle kleinstandörtliche Situation der sich eben etablierenden Jungeichen lichtökologisch und vegetationskundlich charakterisiert sowie die jeweils sich ausbildende Morphologie (Wuchsform) beschrieben und typisiert.
 
Laufzeit: 2006/2007
Finanzierung: Erich-Oberdorfer-Stiftung
Projektbearbeitung: Aksel Uhl
Projektbetreuung: Prof. Dr. A. Reif
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