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Professur für Standorts-
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Win-Win im Weinberg (W³) - – Innovatives, ökologisches und ökonomisches Weinbergmanagement mit extensiver Schafbeweidung

 Kontakt: nicolas.schoof@waldbau.uni-freiburg.de ; Mobil: 0176 61817226
 

Projektförderer:  Stiftung Naturschutzfonds BW, Musella-Stiftung, Heidehof Stiftung
Projektbeteiligte: Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg, Institut für Biologie II Abt. Geobotanik / Uni Freiburg, Staatliches Weinbauinstut Freiburg, Professur für Naturschutz und Landschaftsökologie / Uni Freiburg

Der Weinbau ist eine relativ intensiv geführte Sonderkultur. So bieten die Rebkulturen in aller Regel auch nur sehr geringe ökologische Leistungen und sind durch hohen maschinellen Einsatz und starkem Gebrauch von Pflanzenschutzmitteln insgesamt naturschutzfachlich eher problematisch. Schafe im Weinberg sind eine Doppelnutzungsstrategie, die den abiotischen und biotischen Ressourcenschutz im Weinberg unterstützt und gleichzeitig erhebliche weinbauliche Potentiale hat.

In unserem Projekt wollen wir evaluieren, (1) ob durch den Einsatz von Schafen die Begleitvegetation kurz gehalten werden kann und (2) somit der Herbizid- und Maschineneinsatz zurückgefahren werden kann. Zudem übernehmen die Schafe (3) die Beseitigung von Stockaustrieben und können auch (4) zur Entblätterung der Traubenzone eingesetzt werden. Erste durchaus überraschende Projektergebnisse sind, dass (5) auch die Unterstockpflege erheblich vereinfacht wird, die Erosionsanfälligkeit zurückgeht. Zudem werden (6) auch einige problematische Arten wie Zaun- oder Ackerwinde zuverlässig beseitigt. Schafe könnten in Abhängigkeit der örtlichen Gegebenheiten also insgesamt auch zur Arbeitseinsparung beitragen. Wir werden weiterhin untersuchen, ob Schafe im Weinberg prinzipiell (7) das Bodenleben und den Humusaufbau fördern und (8) die Biodiversität im Weinberg insgesamt unterstützen. Natürlich sind die Nutztiere auch (9) potentielle Lieferanten von Wolle und Fleisch und damit eine interessante Doppelnutzungsstrategie, die (10) auch im Weinverkauf gewinnbringend eingesetzt werden kann. Voraussetzung ist, dass die Arbeitsabläufe der Weinbergsbewirtschaftung an die Beweidung mit Schafen angepasst werden und umgekehrt sind die Haltungserfordernisse der Schafe an den Anforderungen des Weinbaus auszurichten.
Bislang gibt es keine Informationen und Empfehlungen für Winzer zur Schafhaltung in Weinbergen und vor allem keine systematische wissenschaftliche Analyse der genannten Parameter. In einem mehrjährigen Praxistest auf mehreren Versuchsparzellen in verschiedenen  Reberziehungsformen wird das Forschungsvorhaben ökologische und ökonomische Grundlagen dieser Doppelnutzungsform erforschen und den Praktikern vermitteln.

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